Der ganz normale Wahnsinn

Unterwegs

Der Weg ist das Ziel

1100 km Round-Trip in 20 Stunden und das inklusive dreineinhalb Stunden
Aufenthalt am Zielort plus anderthalb Stunden auf Scheiß-Anschlußzug
warten. Macht eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 1100 km/15 h =
73,33 km/h mit der ich mich zwischen vorgestern 22 Uhr und gestern 18
Uhr fortbewegt habe. Bin nämlich über Nacht mit der Bahn zu meiner
Schwester in die Schweiz an die Liechtensteiner Grenze gefahren um dann
mit ihr zusammen in Ihrem Auto ihren Umzug nach 4 Monaten als Unterassi
zu bewerkstelligen. Verrückte Tour. Hätte ich auch nicht gemacht, wenn
sie nicht heute Geburtstag hätte!

6 Kommentare 2.12.05 19:19, kommentieren

Buhuuu...

...ich hab gerade ewig mit A. telefoniert, die seit gut 3 Wochen an
meiner US-Uni studiert und dort schon jetzt dasselbe tolle Leben führt
wie ich damals. *schnief* *heimwehkrieg* Am Wochenende fährt sie ans
Cape Cod... will ich auch!!! Ich zieh mir gleich die Decke über den
Kopf und träume von Massachusetts, während ich den spannenden
Erlebnissen meiner 3 Lieblings-Ermittler aus Kalifornien lausche...

3 Kommentare 14.9.05 23:40, kommentieren

Na toll

Meine Noch-Mitbewohnerin hat mir heute eröffnet, daß sie nun doch ihren
Telefonanschluß beim Umzug "mitnimmt" und nicht auf mich überschreiben
läßt. D.h. ab Mitte nächster Woche erstmal kein Telefon und kein
Internet mehr zuhause. Suuuuper! Und Wahnsinns-Zeit zur Vorwarnung!
*stinksauersei*



Morgen fahre ich erst mal für zwei Tage auf ein Meeting nach Luxemburg.
Kaum zuhause, habe ich schon wieder die Schnauze voll von allem hier.

3 Kommentare 7.9.05 23:09, kommentieren

Segeltörn

Unrasiert, braungebrannt und völlig erholt nach so viel frischer Luft
kehre ich wieder in den Alltag zurück. Es war einfach traumhaft schön.
Jeden Tag strahlend blauer Himmel und trotzdem Windstärke 3-4 und das
immer aus günstigen Richtungen, so daß wir auch richtig segeln konnten.
Wir fuhren von Emden nach Delfzijl, weiter nach Borkum und über Kanäle
nach Groningen. (Habe ich schon erwähnt, daß ich das Schengener
Abkommen liebe? Einfach zwischen den Ländern hin- und herfahren ohne
daß sich jemand für Deinen Ausweis interessiert...Geil!) Abends dann
die romantischsten Sonnenuntergänge über dem Meer. Der Skipper und der
Maat waren auch cool drauf, abgesehen davon, daß sie eine tierische
Abneigung gegen Nudeln entwickelt haben, die kocht nämlich scheinbar
jede Reisegruppe, die das Schiff chartert.

Wir haben uns
trockenfallen lassen, konnten herrlich im Watt herummatschen, entspannt
an Deck abhängen, viel lesen (ich hab drei Bücher gelesen, "Das Parfum"
und zwei 35 Jahre alte Bücher von den Drei ???), lecker essen (ich habe
die Kids zum Vla verführt, jetzt sind sie alle Junkies!).
Seltsamerweise bin ich auch noch zum Frühaufsteher mutiert, der morgens
die Brötchen besorgt und diesen Rhythmus will ich jetzt beibehalten. *g*


Erst den Aldi geplündert und dann mit drei Einkaufswagen den Proviant quer durch Emden zum Schiff gebracht.


Ist das nicht ein Wetterchen?


Der Skipper erklärt den Kids wichtige Handgriffe.


Beim Segelsetzen ist voller Körpereinsatz gefragt.


Unser Schiff im Watt bei Ebbe


Auch dafür war ich mir nicht zu schade: Watt-Engel!


Meine Wenigkeit beim Chillen im Klüvernetz


Mein Zuständigkeitsbereich: das Einholen des Klüversegels


Der Skipper hatte sogar ein Motorrad an Bord!


Das Tüpfelchen auf dem i: Die Fahrt quer durch die Innenstadt von Groningen

8 Kommentare 5.9.05 10:35, kommentieren

Up and away

Heute morgen wurde ich durch den Anruf eines Bekannten geweckt, der wissen wollte, ob ich heute nachmittag schon was vorhätte. Er wollte mich zu einem kleinen Rundflug einladen! Mist verdammt, leider bin ich den ganzen Nachmittag schon mit Reisevorbereitungen und anderen wichtigen Dingen beschäftigt, denn morgen geht es für eine Woche zum Segeltörn auf die Nordsee! Juchhu, zwei Leiter und 12 pubertierende Pfadfinder-Kids! Ich freue mich aber ehrlich drauf, denn sowas habe ich schon einmal mit einer anderen Pfadigruppe auf den Ijsselmeer gemacht und das war ein Traum, auch wenn uns damals 10 Minuten nach dem Ablegen aus dem 1. Hafen das Großsegel gerissen ist...
Es wird daher in der kommenden Woche still sein in diesem Blog, Reisebericht und Fotos gibt's dann später. Bis dahin, gehabt Euch wohl!

8 Kommentare 27.8.05 16:41, kommentieren

Weltjugendtag

Der
Weltjugendtag wirft seine Schatten
voraus. In wenigen Tagen beginnt das Großereignis in Köln und zuvor
werden die jugendlichen Pilger für einige Tage bei Gastfamilien
untergebracht, damit sie das ordentliche deutsche Leben kennenlernen.
*g* Wir hatten heute mit den Pfadfindern die Ehre, die mit Bussen
ankommenden Jugendlichen (in unserer Region ca. 150 Französinnen und
Franzosen) willkommen zu heißen und sie auf die Gastfamilien zu
verteilen. Wenigstens waren es keine Japaner, denn mit Französisch
konnten wir uns ganz gut verständigen. Nicht nur weil wir reichlich
zweisprachig (deutsch/französisch) aufgewachsene Kids bei den Pfadis
haben, sondern auch weil sich irgendwoher ein ziemlich aufdringlicher
und bereits betagter Französisch-Lehrer fand, der meinte gleich das
ganze Kommando übernehmen zu müssen.Aber egal, alle sind gut
untergekommen und werden hoffentlich noch ein paar entspannte Tage in
den Gastfamilien verbringen, bevor sie sich auf das große Chaos in Köln
einlassen. Also für mich wäre das ja nichts. Mein Mitgefühl an alle
Kölner/innen!

5 Kommentare 10.8.05 22:22, kommentieren

Pachty in Frankfurt

Gestern bin ich extra mit H. nach Bankfurt gegurkt, um mit K., einer
alten Studienfreundin (mit alt meine ich, daß wir uns schon lange
kennen, nicht daß sie alt geworden wäre!!!) und ihrem Mitbewohner
beider Geburtstag zu feiern. An Äbbelallee (aha, wir sind in Hessen...)
und Flughafen (Fernweh...) vorbei konnte uns nichts auf dem Weg nach
Sachsenhausen aufhalten. Außer uns waren noch ca. 40 andere Gäste und 7
Kisten Becks da. Von alledem ist heute natürlich nichts mehr übrig. *g*



Die Gästeschar bestand zu einem beträchtlichen Teil aus Geographen, so
daß wir uns gücklicherweise nicht gegenseitig erklären mußten, was man
als Geologe (seufz!) so macht und wie man mit dem Wissen über die
höchsten Berge und längsten Flüsse der Welt seine Brötchen verdienen
kann. Alle schienen bei Immobilienfirmen zu arbeiten, um dort
Standortanalysen durchzuführen und die diversen Geschäftsführungen zu
beraten. Nee, nix für mich! Booooring! Ich kannte auch kaum jemanden
auf der Party. Ein paar weitere Studienkollegen von K., mit denen ich
aber nie soviel zu tun hatte, als wir noch alle gemeinsam studiert
haben. Gut, daß diesmal H. dabei war. Letztes Jahr kam der Faulpelz
nämlich nicht mit. Unter den ganzen komischen Leuten gab es auch nur
zwei "normale" Mädels, mit denen man sich anständig unterhalten
(sprich: herumwitzeln) konnte. Seit H. und ich gemeinsam ein Praktikum
in Afrika absolviert haben verhalten wir uns angeblich wie ein altes
Ehepaar, aber zumindest wie Statler und Waldorf aus der Muppet-Show.
Und genauso saßen wir da, nachdem sich die netten Damen unter dem
Vorwand, die letzte Straßenbahn nicht verpassen zu wollen,
verabschiedet hatten und wunderten uns über die illustren Gäste, die da
durch die Wohnung irrten.



Es gab noch ein weiteres Mädels-Duo, bei denen H.s Standard-Bemerkung
zutraf: Frauen sind immer zu zweit unterwegs; davon sieht eine heiß aus
und um die andere würde man nicht mal würfeln wollen. Die eine konnte
außer heiß aussehen und qualmen wie ein Schlot auch gar nix und die
andere rührte fleißig mit ihrer Gabel durch alle Salate und aschte
dabei mehr oder weniger versehentlich in die diversen Essenstöpfe.
Mmmh, lecker. Hoffentlich hat sie nicht auch noch einen ihrer
angeklebten Fingernägel verloren...



Aber das Wichtigste war das reichhaltige Büffet mit zahlreichen
Leckereien, gefüllten Sachen, Salaten und Kuchen. So viel, daß selbst
ich (und das will was heißen!) nicht alles probieren konnte! Und das
war beim Frühstück um 13 Uhr (die letzten haben wir nämlich erst um 4
Uhr rausgeschmissen) nicht anders. *freu*! Nur H., der alte
Süßwassermatrose, mußte sich natürlich darüber beschweren, wie unbequem
doch Luftmatratze und Schlafsack waren. Das alte verwöhnte Weichei!

3 Kommentare 7.8.05 20:50, kommentieren