Die neue 20six-Software ist zwar schlank, für meine Ansprüche aber zu schlank. Die Designs sind ja ganz nett, aber die Funktionalität könnte besser sein. Daher bin ich jetzt auch endgültig umgezogen. Der ganz normale Wahnsinn geht weiter auf utopolis.twoday.net
...viel um die Ohren. Sitze gerade bei meinen Eltern zuhause, Vater hat heute Geburtstag. Morgen ganztägige Aktion mit den Pfadis und abends feiert meine Cousine in ihren Geburtstag rein. Sonntag auch schon wieder komplett verplant. Bloggen ist daher im Moment nicht viel.
Ich hab sogar diese Woche ungelogen den Fernseher nur einmal für 3 Minuten eingeschaltet, und das auch nur, um im Pro7-Videotext eine günstige Telefon-Vorwahlnummer rauszufinden. War einfach keine Zeit für mehr.
Ich freue mich auf den Tag, an dem ich mal wieder Langeweile verspüre!
Eigentlich wollte ich mich ja gerade beschweren, daß das Schwimmbad meiner Jugend (in dem ich schöne lange Jahre Rettungschwimmen gelernt und gelehrt habe *seufz*) zu einem Schießstand umgebaut wird, aber gerade habe ich brandheiß über meine dunklen Kanäle erfahren, daß ich eine 1,3 in meiner Diplomarbeit habe!!! Ich freu mir gerade ein Bein aus! Da fällt mir nicht nur ein Stein sondern der ganze Kilimanjaro vom Herzen! Das ist das schönste Weihnachtsgeschenk seit 4 Jahren!
Angesichts der derzeitigen Hysterie habe ich mich für's Abwarten entschieden. Jeder bekommt eine zweite Chance, auch 20six. Wenn's mir hier nach der Umstellung nicht mehr gefällt, kann ich immer noch umziehen, aber im Moment habe ich keinen Grund dafür.
BeamEnds hat einen schönen Beitrag dazu geschrieben: (http://www.20six.de/BeamEnds/archive/2005/12/07/pycdppveldhr.htm)
Leute, Leute, Leute...
a) 20six hat nen großen Fehler gemacht, indem sie nicht schnell und öffentlich auf den Hacker reagiert haben. Das war ein PR-GAU, aber das ist ihnen ja wohl inzwischen selber aufgegangen.
b) Seither haben sie versucht, die Situation in den Griff zu bekommen, und das ist ihnen auch weitgehend gelungen.
c) Kein Grund, hier permanent ausfällig zu werden, oder das 20six-Team wie die Sklaven zu behandeln. "Ich verlange sofort blabla" ist kein Umgangston, schon gar nicht in der Öffentlichkeit, wie sie ein Support-Blog darstellt.
d) Kein Grund zur Hysterie.
e) Wenn ihr gehen wollt, geht.
f) Es geht um gottverdammte Blogs, nicht um euer Leben. Wenn ihr beides nicht mehr unterscheiden könnt, habt ihr ein Problem. Wieviele von euch würden sich genauso aufregen, wenn ihr Telefonprovider einen vergleichbaren Aussetzer hätte?
g) Viele von euch nutzen 20six für lau, der Rest bezahlt ein Taschengeld. Sicher befreit das 20six nicht von allen Verantwortlichkeiten, trotzdem braucht ihr euch nicht aufzuführen wie die großen Zampanos.
h) Dass Anbieter einseitig die Konditionen ändern, ist überall so -- Yahoo, gmx, web.de etc. machen das die ganze Zeit, und niemanden interessiert's.
i) "Es ist unter der Würde eines Ehrenmannes, sich durch einen Mangel an Komfort verstimmen zu lassen." (Lao-tse, glaube ich.)
Schönen Tag noch!
...wenn man seine Eltern nicht richtig erzieht. Meine Mutter hat bei einem Preisausschreiben in einem Möbelhaus eine komplette Couch-Garnitur gewonnen, mit Foto in der Zeitung und allem Schnickschnack. Nicht daß irgendjemand in der Familie diese Couch-Garnitur bräuchte geschweige denn Platz zum unterstellen hätte. Meine Mutter weiß selber nicht mehr, warum sie mitgemacht hat und jetzt hat sie riesige Möbel an der Backe! Da fällt mir echt nix mehr zu ein!
1100 km Round-Trip in 20 Stunden und das inklusive dreineinhalb Stunden
Aufenthalt am Zielort plus anderthalb Stunden auf Scheiß-Anschlußzug
warten. Macht eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 1100 km/15 h =
73,33 km/h mit der ich mich zwischen vorgestern 22 Uhr und gestern 18
Uhr fortbewegt habe. Bin nämlich über Nacht mit der Bahn zu meiner
Schwester in die Schweiz an die Liechtensteiner Grenze gefahren um dann
mit ihr zusammen in Ihrem Auto ihren Umzug nach 4 Monaten als Unterassi
zu bewerkstelligen. Verrückte Tour. Hätte ich auch nicht gemacht, wenn
sie nicht heute Geburtstag hätte!
Gerade beim SMS-Aufräumen in meinem alten Handy gefunden, eine Nachricht von C.: "Nicht weil es schwierig ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen ist es schwierig."
Hmmm, ich weiß noch, was sie damit meinte. Ins gleiche Horn hat W.
kürzlich wiederholt gestoßen mit dem sinngemäßen Kommentar, "man muß
sich einfach öfter mal was trauen." Da weiß ich nicht so ganz, wie sie
das meinte.
Diese Woche habe ich mich was getraut, und zwar hatte
ich mich mit N. auf einen Kuhhandel eingelassen. Sie kommt mit mir ins
Total Body Workout, wenn ich vorher mit ihr zusammen zum Aerobic gehe.
Wir waren beide nicht glücklich damit, aber wir hatten es nunmal per
Handschlag besiegelt und versprochen ist versprochen. So hab ich mich
dann am Dienstag vor den ganzen Frauen zum Kasper gemacht, auch wenn
mir danach alle einreden wollten, ich hätte mich tapfer geschlagen. Und
N. fand das anschließende TBW gar nicht so schlimm wie befürchtet, aber
trotzdem werden wir diese Aktion wohl nicht so schnell wiederholen.
Oder
heißt sich etwas trauen doch etwas anderes, etwas mehr? So wie damals
in Dar es Salaam, wo H. und ich uns einen halben Tag im Ganovenviertel
Kariakoo herumgetrieben haben (bei Google gefunden: Bild 1, Bild 2),
auf der Suche nach Souvenir-Schnäppchen und uns anschließend
einheimische Tansanier völlig entsetzt anschauten und fragten, "wo seid
ihr gewesen? Kariakoo? Da würde selbst ich mich nicht reintrauen!" (An
dieser Stelle ein schöner Gruß an Winifrieda)
Letzteres hat mich
wenig Überwindung gekostet; für mich war das ein reizvolles Abenteuer,
an das H. allerdings noch heute mit Schaudern zurückdenkt. (Er erzählt
heute noch gerne die Geschichte, wie ich mich dort angeregt mit einem
Rasta-Mann unterhalten habe während H. die ganze Zeit über dachte, der
Rasta-Mann packe gleich den Knüppel aus, um ihn mir über den Schädel zu
ziehen und uns auszurauben.) Aerobic war mir bedeutend unangenehmer,
obwohl nicht mal alle Augen kritisch auf mich gerichtet waren, anders
als in Kariakoo, wo wir Wazungu (Weiße) extrem und merklich aufgefallen
sind und sich die Taschendiebe sicherlich diebisch (5 Euro in die
Wortspielkasse) über unseren Anblick gefreut haben.
Was heißt es
nun, sich etwas zu trauen? Habe ich mich in Kariakoo oder im
Fitness-Studio mehr getraut? Ängste und schlechte Erfahrungen
überwinden? Etwas riskieren, auch wenn man die Erfolgsaussichten auf 0%
schätzt? Oder einfach nur den inneren Schweinehund überwinden? Den
Point of no return abwarten/überschreiten und dann ist auch alles egal?
Das ist alles so schwammig.